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Fachtagung Schulsozialarbeit

von Susanne Wimmer

 

Es war eine erfolgreiche „Fachtagung für Schulsozialarbeiter:innen in NÖ“: Die Teilnehmenden verließen die Veranstaltung nicht nur reicher an Erfahrung und Wissen, sondern gestärkt in ihrem Tun in dem Bewusstsein,  wie wichtig diese Arbeit für die Kinder und Jugendlichen ist.

Konzipiert wurde die Tagung von den Trägervereinen für Schulsozialarbeit in NÖ, organisiert und durchgeführt von Margot Müller (Geschäftsführung Young), Kathrin Liebing (Fachliche Leitung und Fachsupport Young) und Cornelia Letschka (Geschäftsführung Institut ko.m.m) mit Unterstützung des Landes NÖ und unter dem Ehrenschutz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Dr.in Mag.a (FH) Heike Rainer, MA (Senior Lecturer an der FH Salzburg im Department für Angewandte Sozialwissenschaften) betonte in ihrem Vortrag mit dem Titel „Allen gerecht werden? Fachliche Haltung und Positionierungen Sozialer Arbeit im Bedingungsgefüge Schule“ die Rolle der Schulsozialarbeit auf Basis der Menschenrechte und des Kinderschutzes. Mit der erforderlichen Grundausbildung für diese Profession, die neben der fachlichen Qualifizierung mit Methodenvielfalt auch ethische Grundsätze vermittelt, werden Schulsozialarbeiter:innen gut darauf vorbereitet, mit Schüler:innen in verschiedenen Lebenswelten und mit unterschiedlichen Akteur:innen im Bereich Schule zu kommunizieren.

Im zweiten Vortrag befasste sich DI Philipp Klittich (Referent bei der MÖWE, Mediator, Sexualpädagoge, Traumapädagoge und traumazentrierter Fachberater) mit dem Thema „Gewalt unter Kindern und Jugendlichen“. Gewaltpräventive Workshops an Schulen allein wären zu wenig, erklärte er, gerade in diesem Bereich wäre Zusammenarbeit aller Professionist;innen, die mit Schule zu tun haben, erforderlich. Nur ein Miteinander, jeder in seiner Verantwortlichkeit und in seiner Rolle, könne nachhaltig helfen.

Die vertiefenden Workshops am Nachmittag während der Fachtagung boten sowohl fachlichen Input als auch die Möglichkeit für Austausch:

Referentin Mag.a Helga Kernstock-Redl (Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (SF), zertifiziert in Trauma- und in Arbeits- & Organisationspsychologie, Supervisorin, Lehrbeauftragte, Autorin von Büchern und Onlinekursen. Schwerpunkt: Prävention und nützlicher Umgang mit starken Emotionen bei sich und bei anderen im beruflichen Umfeld) widmete sich dem Thema Gesprächsführung mit hochbelasteten Menschen. Diese Voraussetzung wäre für alle Beteiligten anstrengend, aber es wäre notwendig, für die Kinder Verständnis zu schaffen und eine Sensibilisierung für den Alltag zu erreichen, betonte sie. Oft könne auf Verhaltensweisen, die auf bestimmte Gegebenheiten und Einflüsse zurückzuführen sind, erst dann mit Verständnis reagiert werden, sobald diese bekannt seien.

DI Philipp Klittich bot einen Workshop als Fortsetzung des Vortrags Gewalt unter Kindern und Jugendlichen an.

Dazu gab es in einer eigenen Reflexionsrunde für Schulsozialarbeit in Volksschulen und in Berufsschulen Gelegenheit zu moderiertem fachlichen Austausch.

Mitnehmen konnten die teilnehmenden Schulsozialarbeiter:innen auch Wertschätzung, Motivation und die Bestätigung, was sie alles leisten: Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Zusammenarbeit mit allen Akteur:innen,  das alles mit viel Diplomatie, mit Auflagen der Verschwiegenheit, mit Dokumentation, Reflexion. Supervision.

Die Verantwortung dieser Profession ist groß, die Erwartungen an die Schulsozialarbeit ebenso, die Anforderungen steigen. Wie wichtig die Arbeit der Schulsozialarbeiter:innen ist, haben  auch Landesrätin Eva Prischl und Fritz Ofenauer, der in Vertretung der Landeshauptfrau gekommen war, mit anerkennenden und wertschätzenden Worten betont.

Wir freuen uns auf die nächste Fachtagung, denn: Ja, es war ein Erfolg.

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