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Vielleicht doch weihnachtlich?

von

„Stellen Sie sich vor, jedes Kind erfährt Wertschätzung, jedes Kind wächst in Fürsorge und Geborgenheit auf, stellen Sie sich vor: kein Kind muss Gewalt erleben“

 

§ 138 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches, Kindeswohl. Das ist kein weihnachtlicher Text. Vom Inhalt nicht, von der Formulierung her erst recht nicht, und doch eine so wichtige Grundlage für unsere Arbeit in der Schulsozialarbeit.

In diesem Paragrafen ist außer den lebensnotwendigen Kriterien wie Nahrung, medizinische Versorgung und Wohnraum von der „Fürsorge, Geborgenheit und (der) Schutz der körperlichen und seelischen Integrität des Kindes“ die Rede, oder auch „die Vermeidung der Gefahr für das Kind, Übergriffe oder Gewalt selbst zu erleiden oder an wichtigen Bezugspersonen mitzuerleben“.

Die Arbeit der Schulsozialarbeiter_innen besteht darin, die Schulen, die Lehrer_innen, die Erziehungsberechtigten, die Gesellschaft, bei der Erfüllung dieser gesetzlich festgeschriebenen Kriterien für die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

Die Schulsozialarbeit hat aber nicht nur gesetzliche Grundlagen sondern arbeitet auch nach den Ethischen Standards der Sozialen Arbeit:

Soziale Arbeit als Profession bekennt sich zu den Menschenrechten und demokratischen Prinzipien. Die Werte der Freiheit und Selbstbestimmung, der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität sind fundamental für das professionelle Verständnis. Um diese Werte umzusetzen, ist die Grundhaltung der Fachkräfte der Sozialen Arbeit durch Folgendes charakterisiert: • (Selbst)kritische Reflexion • Toleranz mit dem Wissen um deren Grenzen • Empathie, Achtsamkeit, Wertschätzung und Höflichkeit im Umgang mit Menschen • Integrität • Zivilcourage • Übernahme von Verantwortung"

Und weiter: "Die Fachkräfte der Sozialen Arbeit bieten eine Dienstleistung an, die von jedem Menschen unabhängig einer ethnischen und persönlichen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, einer Beeinträchtigung oder sexuellen Identität in Anspruch genommen werden kann."

Als grundlegendes Berufsverständnis, als fortwährender Traum - und als Weihnachtswunsch steht die Annäherung an das Ziel: Jedes Kind erfährt Wertschätzung, jedes Kind wächst in Fürsorge und Geborgenheit auf, kein Kind muss Gewalt erleben.

Unser Wunsch an's Christkind ist: Schulsozialarbeit für alle Schüler_innen!

Im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins Young gelingt das Schritt für Schritt: heuer sind es 8 Schulen mehr, und Anfang nächsten Jahres kommt wieder eine neue Schule dazu, in der wir Schulsozialarbeit anbieten dürfen.

Unser Neujahrsvorsatz ist, wie jedes Jahr, weiter zu "sozialarbeiten" im Sinne der Kinder und Jugendlichen und in derselben guten Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen.

Vielen herzlichen Dank an alle, die uns auf diesem Weg unterstützen und begleiten!

Wir wünschen Ihnen allen, den Schüler_innen, den Lehrer_innen, den Schulleiter_innen, den Erziehungsberechtigten, den Gemeinden, den Förderern, den Sponsoren, den Vernetzungspartner_innen, den zuständigen Verantwortungsträger_innen in der Politik und den Vereinsmitgliedern schöne, erholsame Feiertage und alles Gute für 2022!

 

§ 138. Kindeswohl

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