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Ist das Internet der neue Wilde Westen? Sicherheit im Internet für Jugendliche

Vortrag von Josef Riedinger, Chefinspektor und Leiter der Einheit Cybercrime im Landeskriminalamt NÖ, am 11.10.2018.

Seine wichtigsten Tipps für Jugendliche und ihren Umgang mit dem Internet waren:

Die eigene Privatsphäre schützen

Nutzer_innen von sozialen Netzwerken haben viele Möglichkeiten, den Schutz ihrer Privatsphäre in den Einstellungen zu optimieren. Die Einstellungen sind standardmäßig jedoch meist sehr locker. Umso wichtiger ist daher zu wissen, welche Möglichkeiten man in den einzelnen sozialen Netzwerken hat, und diese zu nutzen.

  • Wenn man ein öffentliches Profil z. B. auf Instagram hat, kann jede_r die Fotos und Inhalte sehen, und sie sind auch über Suchmaschinen auffindbar. Da ist es besonders wichtig, dass Name, Adresse etc. nicht aufscheinen. Wenn der Account auf privat gesetzt ist, hat man Kontrolle darüber, wer die Inhalte sieht.
  • Man ist auf sozialen Netzwerken und Plattformen nicht anonym! Oftmals können Kommentare etc. auf die_den Autor_in zurückverfolgt werden, oder der Name der Person wird von der Gesichtserkennung in einem Foto z. B. auf Facebook eingeblendet, auch wenn das Foto auf einem anderen Profil gepostet wird.

Sicherer Umgang mit Passwörtern

Damit Passwörter nicht leicht gestohlen werden können, sollte man bei sozialen Medien nicht eingeloggt bleiben, das Passwort nicht einspeichern und verschiedene Passwörter für verschiedene Dienste verwenden.

Ein sicheres Passwort umfasst alle Zeichen, die mit Groß- und Kleinschreibung kombiniert sind. Das Passwort sollte selbstverständlich geheim gehalten werden.

Sich bewusst sein, dass das Internet nichts vergisst

  • Es ist sehr schwierig, Fotos, Videos und Texte, die einmal im Netz sind, wieder zu löschen. Auch wenn Fotos etc. an der ursprünglichen Stelle gelöscht werden, bleiben sie oft noch jahrelang im Web gespeichert und können von anderen Nutzer_innen weiterverbreitet werden. Manche Bilder könnten auch die Grundlage für Erpressungen oder Belästigungen werden.

Sollte es sich um Nacktfotos von Minderjährigen handeln (selbst wenn die betreffende Person sie freiwillig versendet hat), könnte dies als Kinderpornographie strafbar sein.

  • Die Person oder das Unternehmen, welche das Foto veröffentlicht hat, kann kontaktiert und um Löschung gebeten werden. In den meisten sozialen Netzwerken gibt es bei jedem Bild den Link „Foto melden“.
  • Ebenso sollte man selbst keine Inhalte, Fotos usw. posten, die andere bloßstellen oder herabwürdigen. Manchen Menschen könnte es auch nicht recht sein, auf Fotos markiert zu werden. Vorher nachfragen! Bei eigenen Fotos kann man diese Tags auch selbst wieder entfernen.

Unerwünschte Personen blockieren

Personen, die belästigen usw., sollen blockiert werden, d. h. man selbst ist für sie nicht mehr auffindbar. Sie können auch den Betreibern gemeldet werden, doch das löst meistens nicht das Problem, da dieses unerwünschte Verhalten oft nach den Regeln der Netzwerkbetreiber nicht verboten ist. In den meisten sozialen Netzwerken und Online-Diensten können unerwünschte Personen blockiert werden.

Vorsicht bei persönlichem Kennenlernen

Zu Treffen mit Bekanntschaften aus sozialen Netzwerken, die man nicht persönlich kennt und über deren wahre Identität man nicht sicher ist, sollten Jugendliche nicht alleine gehen oder zumindest eine Vertrauensperson über das Treffen informieren.

Außerdem ist es empfehlenswert, sich tagsüber an einem öffentlichen Ort zu treffen, wo es Menschen gibt, die im Notfall helfen könnten.

Kontakt:

Ing. Josef Riedinger

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