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Wozu Stressprävention?

Ein gewisses Ausmaß an Stress ist aus unserer Lebenswelt nicht wegzudenken, und das wäre auch nicht wünschenswert. Das richtige Ausmaß von Stress kann uns beleben und uns zu besseren Leistungen anspornen. Aber ein Übermaß an Stress wirkt sich auf Dauer negativ auf die Gesundheit und das psychische Befinden aus.

Wie viel Stress eine Person gut bewältigen kann, ist individuell sehr unterschiedlich und auch die Bewältigungsstrategien sind sehr vielfältig. Manche Bewältigungsstrategien sind auf Dauer nicht hilfreich oder sogar schädlich. Reichen die Fähigkeiten des oder der Jugendlichen nicht aus, um die gestellten Anforderungen zu bewältigen, kann dies zu psychischen bzw. psychosomatischen Beschwerden und zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Daher ist es sinnvoll, rechtzeitig zu lernen, wie der eigene Stresshaushalt funktioniert und welche Bewältigungsstrategien für die eigenen Bedürfnisse die passendsten sind.

Diese Fragen sind besonders für Jugendliche im Schulsystem wichtig. In Studien zu Gesundheitsbeeinträchtigungen von Jugendlichen werden folgende fünf Hauptquellen für starke Belastungen genannt, drei dieser Belastungsquellen hängen direkt mit der Schule zusammen:

  • Leistungsschwierigkeiten in der Schule und drohendes oder erlebtes Schulversagen
  • Schlechtes Unterrichts- und Klassenklima
  • Schwierige Beziehungen zu Lehrkräften
  • Gespannte oder zerrüttete soziale Beziehungen zu den Eltern
  • Krisen in den Beziehungen zu gleichaltrigen Schüler_innen, insbesondere soziale Isolation in der Gleichaltrigengruppe und Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen zum jeweils anderen Geschlecht

Da psychosoziale Probleme junger Menschen oftmals ins weitere Leben mitgenommen werden und sich verfestigen, ist die psychosoziale Gesundheitsförderung in der Kindheit und Jugend besonders wichtig. Laut Daten der HBSC Erhebungen (Ramelow et al., 2011) leiden ca. ein Viertel bis ein Drittel der österreichischen Schüler_innen im Alter von elf bis 17 Jahren an häufigen psychischen Beschwerden. Psychische Gesundheit ist jedoch ausschlaggebend für eine gute Lebensqualität. Daher gilt es, diese Probleme direkt an der Schule aufzugreifen und zu bearbeiten. Lehrer_innen benötigen Unterstützung und Ansprechpersonen, um die Probleme, die im Schulalltag mit belasteten Schüler_innen und in der Klassengemeinschaft entstehen, richtig zu erkennen, zu entschärfen und zielgerichtet intervenieren zu können.

Workshops Stressprävention

Die beiden Workshops für Schüler_innen zum Thema Stressmanagement wurden vom Projektteam (Emily Bono, MSW und DSAin Renate Weiser) gemeinsam mit dem Gesundheitspsychologen und Psychotherapeuten Mag. Stefan Geyerhofer entwickelt. Es wurde ein „Probelauf“ des Workshops durchgeführt und sowohl von den teilnehmenden Schüler_innen als auch von hospitierenden Lehrenden Feedback eingeholt und eingearbeitet. Auf diese Weise konnte für die Schule und die Zielgruppe ein passgenaues Angebot erstellt werden.

Im Rahmen dieser Stressmanagement- Workshops erhielten die Schüler_innen Informationen über Stress und Stresssymptome, sie lernten, ihre eigenen Belastungsreaktionen zu erkennen und erhielten Anregungen für Bewältigungstechniken. Außerdem lernten sie erste Techniken zum Abbau von Stress kennen. Die Wirkungen konnten sie durch praktische Übungen direkt wahrnehmen.

Die Jugendlichen standen diesem Angebot sehr offen gegenüber, ihr Feedback war durchwegs positiv. Außerdem haben sie die Gestaltung der Workshops und die angewendeten Methoden als ansprechend und abwechslungsreich beschrieben. Auch der positive Effekt auf die Beziehungsqualität innerhalb der Klasse wurde oftmals erwähnt.

Den folgenden Seiten können Sie eine konkrete Anleitung zu den beiden Workshop-Blöcken entnehmen. Jeder Block umfasst zwei Schulstunden. Idealerweise sollten die beiden Blöcke im Abstand von einer Woche durchgeführt werden. Im Anhang gibt es die vertiefende Information und Kopiervorlagen. Auf diese wird auch in der Beschreibung verwiesen.

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